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Darmkrebsvorsorge
(Sendung im HR am 7. 4. 2011)
AutorInenn: Eva Maria Siefert / Gabi Delingat / Kerstin Michaelis / Mike Kortsch
Darmkrebs: Früh erkannt ist Heilung möglich.
Vorsorge heißt länger leben!
Stellen Sie sich vor, eine mittlere Kleinstadt verschwindet innerhalb eines Jahres einfach so von der Landkarte. So viele Menschen, nämlich fast 30.000, sterben jedes Jahr in Deutschland an Darmkrebs. Außerdem: Was Sie über Vitamin-D-Mangel wissen sollten
Darmkrebs wächst still und heimlich
Bei Männern wie Frauen ist er die zweithäufigste Krebserkrankung. Und das, obwohl der Darmkrebs langsam wächst und es sehr gute Möglichkeiten gibt, ihn frühzeitig zu entdecken.
Ab dem 55. Lebensjahr bezahlen die Krankenkassen mindestens alle zehn Jahre eine Darmspiegelung. Sie dient der Krebsvorsorge, und hat den Vorteil, dass Polypen, also kleine Schleimhautwucherungen im Dickdarm, schon bei der Inspektion mit entfernt werden können. Denn in diesen Polypen können sich Krebszellen breit machen und einen Darmkrebs verursachen. Wann genau das geschieht, weiß jedoch niemand. Und weil das Wachstum solcher Polypen nicht weh tut oder andere Symptome verursacht, denkt kaum jemand an Darmkrebs und viel zu wenige Menschen gehen zur Darmkrebsvorsorge.
Gesunder Lebensstil
Heißt: nicht rauchen, Übergewicht vermeiden, wenig Alkohol und vor allem sich viel bewegen. Wer vier- bis fünfmal pro Woche eine halbe Stunde Sport treibt, hat ein bis zu 50 Prozent geringeres Darmkrebsrisiko! Denn Sport regt die Darmtätigkeit an und stärkt die Immunabwehr, die so Krebszellen besser vernichten kann. Regelmäßiges Heilfasten sind Maßnahmen um dem Dickdarmkrebs wirkungsvoll zu begegnen.
Der Fall Anke C.
Auch Anke C. aus Mittelhessen hat sich bis vor zwei Jahren um das Thema Darmkrebs keine Gedanken gemacht. Zumal sie mit ihren damals 42 Jahren ja auch gar nicht zur Risikogruppe gehörte. Bei einem Routine-Check-up bei ihrer Hausärztin fielen jedoch erhöhte Blut- und Leberwerte auf. Ihre Ärztin ist alarmiert, schickt sie zu einem Internisten, der wiederum überweist sie ins Krankenhaus. Unter anderem werden verschiedene Untersuchungen mit dem Computertomogramm (CT) gemacht, und die Ärzte stellen fest, dass die junge Frau Polypen im Darm hat. Sie raten zu einer Darmspiegelung. Anke C. bekommt eine leichte Narkose und spürt deshalb von der Spiegelung gar nichts. Doch die Ärzte finden einen Darmpolyp, der bereits gefährlich gewuchert ist. Nach einer Gewebeprobe besteht kein Zweifel mehr, Anke C. hat Darmkrebs im Anfangsstadium. Sie muss operiert werden, die Ärzte müssen ein Stück des Dickdarms entfernen. Doch sie hat Glück im Unglück, denn der Tumor ist noch immer frühzeitig entdeckt worden, sie kann hoffen, dass sie durch die Operation vielleicht vollständig geheilt wird.
Operation nötig
Bei der mehrstündigen Operation entfernen die Ärzte den betroffenen Darmabschnitt. Obwohl der Tumor nahe am Enddarm liegt, können die beiden Enden des Darmes wieder aneinander genäht werden, ein künstlicher Darmausgang ist zum Glück nicht nötig. Nach der Operation wird sie fünf Tage lang künstlich ernährt. Denn sie darf zunächst nichts essen, damit die neue Darmverbindung ein bisschen zusammen wachsen kann. Zwei Wochen nach der OP darf sie die Klinik verlassen, kurz darauf geht es zur dreiwöchigen Anschlussheilbehandlung nach Bad Hersfeld. Die Klinik dort ist spezialisiert auf Darmkrebs-Patienten. Hier soll sich die 42-Jährige weiter erholen und wieder fit werden für ihren Alltag nach der Operation. Ganz vergessen darf sie diese Zeit nun aber nicht. Denn obwohl bei ihr keine Nachbehandlung mit Chemo- oder Strahlentherapie nötig ist, muss ihr Darm nun regelmäßig kontrolliert werden. Denn der Krebs könnte wieder kommen.
Bangen und Hoffen
Ein halbes Jahr nach ihrer Operation ist Anke C. wieder zur ersten Darmspiegelung in der Uniklinik Gießen. Wieder untersuchen die Gastroenterologen mit dem Endoskop jeden Millimeter des Dickdarms. Eine veränderte Schleimhaut könnte schon ein Anzeichen für neue Krebszellen sein, deshalb sind regelmäßige Kontrollen nach der Operation so wichtig. Doch bei der heute 44-Jährigen sieht alles gut aus. Die Darmschleimhaut ist gesund, die Operationsnarben sind gut verheilt. Keine Anzeichen für einen neuen Darmkrebs. Die Patientin ist erleichtert. Und lebt seitdem viel gesünder und bewusster. Viel Obst, Gemüse und ausreichend Ballaststoffe helfen dabei, Darmkrebs-Erkrankungen vorzubeugen. Rind- und vor allem Schweinefleisch gibt es nur noch selten, denn "rotes Fleisch" fördert die Krebsentstehung und sollten deshalb höchstens ein bis zweimal pro Woche verzehrt werden. Stattdessen gibt es häufiger Meeresfrüchte oder Seefisch. Anke C. hat selbst erfahren, wie wichtig die Darmkrebsvorsorge ist. Und auch für ihre beiden Söhne gilt: sie haben ein erhöhtes Krebs-Risiko. Durch ihre Mutter sind sie vorbelastet und sollten sich als Erwachsene (spätestens) mit Anfang 30 untersuchen lassen.
Keine Angst vor der Darmkrebsvorsorge
Es gibt Krebserkrankungen, da fällt es selbst erfahrenen Krebsspezialisten schwer, ihren Patienten die Diagnose mit zu teilen, weil sie nur wenig im Kampf gegen den Krebs ausrichten können. Darmkrebs gehört keinesfalls dazu. Denn obwohl diese Krebsart die zweithäufigste Krebserkrankung in der Bundesrepublik ist, gibt es ausgezeichnete Behandlungsmöglichkeiten, mit denen man diesen Krebs sogar heilen kann. Noch besser aber: diese Krebsart wächst sehr langsam und es gibt gute Möglichkeiten, sie bereits im frühen Stadium zu entdecken und dabei sogar schonend zu heilen: durch eine an sich harmlose Darmspiegelung! Aber der Reihe nach.
Ausgangspunkt sind Polypen
Abgesehen von wenigen Ausnahmen entstehen die bösartigen Tumore im Dickdarm überwiegend aus zunächst gutartigen Schleimhautwucherungen, so genannten Polypen. Über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren kommt es beim Wachstum dieser Zellen immer wieder zu Genveränderungen, bis schließlich aus dem zunächst gutartigen Polypen eine Krebsgeschwulst entsteht. Je größer ein solcher Polyp ist, desto höher ist das Krebsrisiko. Schon bei einer Größe von mehr als einem Zentimeter ist es vierfach erhöht. Werden Polypen aber frühzeitig entfernt, kann die Krebsentwicklung verhindert werden. Die beste und sicherste Methode, um die Schleimhautwucherungen zu entdecken, ist die Darmspiegelung. Das klingt zwar zunächst ziemlich unangenehm, aber abgesehen von einem Zwicken im Bauch - ähnlich wie bei Blähungen - merkt der Betroffene davon fast gar nichts. In Absprache mit dem Arzt kann man die durchschnittlich 20 bis 30 Minuten dauernde Untersuchung mit einem Beruhigungsmittel auch verschlafen.
Gute Vorbereitung ist wichtig
Lästig ist für die meisten höchstens der Tag vor der Untersuchung. Denn damit der Arzt das Darminnere wirklich sicher begutachten kann, muss der Darm mit Abführmitteln "gereinigt" werden. Die Vorbereitungen beginnen bereits einen Tag vor der Untersuchung. Der Betroffene soll am Mittag vor der Darmspiegelung nur eine Brühe zu sich nehmen, danach gibt es nur noch reichlich Flüssigkeit und ein spezielles Abführmittel. Vier Liter sollten die Patienten mindestens trinken, zusammen mit dem Abführmittel bedeutet das etliche Toilettenbesuche. Wichtig ist, dass der Darm wirklich gut gereinigt ist, also kaum noch Stuhlreste dem Gastroenterologen die Sicht auf die zarte Darmschleimhaut versperren. Während der Darmspiegelung schiebt der Arzt ein dünnes Endoskop mit einer kleinen Kamera durch den gesamten Dickdarm und - wenn nötig - auch ein kleines Stück in den Dünndarm im rechten Unterbauch. Um die Darmschleimhaut genau inspizieren zu können, muss etwas Luft in den Darm gepumpt werden.
Untersuchung und Behandlung gleichzeitig
Da ein Teil der Luft auch nach Ende der Untersuchung noch im Darm bleibt, kann sie anfangs noch für ein etwas unangenehmes Gefühl, ähnlich dem bei Blähungen, sorgen. Entdeckt der Arzt bei der Untersuchung einen Polypen, kann er den sofort mit einer kleinen Schlinge abtragen und vollständig entfernen. Die feingewebliche Untersuchung gibt dann Aufschluss darüber, ob sich bereits Krebszellen gebildet haben, ob die Abtragung ausreichend war, oder der Tumor bereits so groß ist, dass auch noch operiert werden muss. In den allermeisten Fällen aber ist es mit der Entfernung der Polypen getan. Der Betroffenen kann beruhigt nach Hause gehen und muss, je nach Zahl der Polypen, der Größe und dem feingeweblichem Befund, erst Monate oder gar Jahre später zur Nachkontrolle. Wurde gar kein Polyp gefunden, hat man sogar zehn Jahre Zeit bis zur nächsten Darmspiegelung. In diesem Zeitabstand übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für jeden über 55 Jahre auch die Kosten für die Untersuchung. Ergibt sich allerdings ein verdächtiger Befund, wird sie auch häufiger bezahlt. Und natürlich immer dann, wenn Beschwerden auftreten, hinter denen ein Darmkrebs stecken kann. Ebenso bei jedem, der ein besonderes Risiko für die Entwicklung eines Darmkrebses hat.
Andere Darm-Vorsorgeuntersuchungen
Schon ab dem 50. Lebensjahr wird zur Vorsorge eine Tastuntersuchung des Mastdarms gemacht, höher sitzende Tumore werden dabei natürlich nicht entdeckt. Hinzu kommt die Untersuchung des Stuhls auf verstecktes Blut. Allerdings bluten kleine Polypen meist nicht, der so genannte Hämoccult ® -Test weist die Krebsentstehung oft erst zu einem späteren Zeitpunkt nach. Zudem ist er sehr störanfällig, so kann beispielsweise ein positives Testergebnis auch durch Zahnfleischbluten verursacht werden.
Risikofaktor "Westlicher Lebensstil"
Darmkrebs gehört zu den typischen Zivilisationskrankheiten, denn unser Lebensstil trägt wesentlich dazu bei. Fett- und fleischreiche, aber ballaststoffarme Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes, Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Grundsätzlich gilt, wer nahe Verwandte mit Darmkrebs hat, bei dem ist das Risiko, selbst daran zu erkranken, zwei- bis dreifach höher, der Krebs tritt zudem in jüngeren Jahren auf. Besteht bei Ihnen ein solches Risiko, sollten Sie früher zur Darmspiegelung gehen. Das gilt auch für Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen, wie beispielsweise Colitis ulcerosa oder seltener Morbus Crohn.
Fazit: Ab dem 55. Lebensjahr sollten Sie im Abstand von zehn Jahren zwei Darmspiegelungen durchführen lassen. Bei Darmkrebsfällen in der Familie zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Familienmitglieds. Wichtig! Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten der empfohlenen Vorsorgeuntersuchung. Vorsorge kann Leben retten!
Schmerzen, Blut im Stuhl sowie abwechselnd Verstopfung und Durchfall können Zeichen einer Darmkrebserkrankung sein. Solche Beschwerden aber sind oft bereits späte Symptome, der Krebs kann dann schon im fortgeschrittenen Stadium sein. In Deutschland ist der Darmkrebs sowohl bei Männern als auch bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung, jedes Jahr wird diese Diagnose bei rund 60.000 Menschen gestellt. Überwiegend entsteht der bösartige Tumor dabei im Dickdarm, eine Krebsentwicklung im Dünndarm ist dagegen sehr selten (nur zwei Prozent aller bösartigen Tumore des Verdauungstraktes sind im Dünndarm angesiedelt).
Lange keine Beschwerden
Im Dickdarm entwickelt sich der Krebs relativ langsam und überwiegend aus zunächst gutartigen Wucherungen der Schleimhautdrüsen, so genannten Polypen oder Adenomen. Sie gelten als Risikofaktor für die Krebsentstehung, verursachen in der Regel aber keine Beschwerden. Als weitere Risikofaktoren für den Dickdarmkrebs gelten höheres Lebensalter (Durchschnittsalter bei Erstdiagnose etwa 65 Jahre), und familiäre Belastung (Krebsrisiko dreifach erhöht, wenn ein naher Blutsverwandter an Dickdarmkrebs erkrankt ist) und entzündliche Darmerkrankungen, insbesondere Colitis ulcerosa, aber auch seltener Morbus Crohn. Bei ihnen ist die chronische Entzündung offenbar der für die Krebsentstehung begünstigende Faktor, das Risiko steigt, je länger die Erkrankung besteht und unbehandelt bleibt. Leider macht der Dickdarmkrebs erst sehr spät Beschwerden, beispielsweise Blutungen, die entweder mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind, und bei der Suche nach Blut im Stuhl gefunden werden. Ist die Krebsgeschwulst schon sehr groß, kann sie den Darm fast vollständig oder gar komplett verschließen, es kommt zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss. In diesem Stadium sind die Heilungsaussichten deutlich geringer, weil die Krebsgeschwulst dann oft auch schon in das umgebende Gewebe eingewachsen ist, oder bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) in anderen Organen wie z. B. der Leber entstanden sind.
Darmkrebsbehandlung
In der Regel wird der betroffene Darmabschnitt großzügig entfernt. Das bedeutet, dass auch die zugehörigen Bindegewebsabschnitte, die den Darm im Bauchraum fixieren und ein paar Zentimeter des nicht betroffenen Darms mit entfernt werden. Damit soll verhindert werden, dass einzelne Krebszellen, die vielleicht schon in Bindegeweben oder Lymphknoten gestreut haben, zu neuem Krebswachstum führen können. In über 95 Prozent der Fälle können die beiden Darmabschnitte dann wieder aneinander genäht werden, sodass der Patient später von der Operation fast nichts mehr spürt. Nur wenn der Tumor sehr nahe an den Schließmuskeln des Enddarms sitzt, ist ein bleibender künstlicher Darmausgang nötig. Selten muss vorübergehend ein künstlicher Darmausgang angelegt werden. Dann nämlich, wenn beispielsweise durch eine Entzündung oder einen Darmverschluss das Gewebe so stark verändert ist, dass die neue Verbindung den Belastungen der Verdauung zunächst nicht stand halten würde. In diesen Fällen werden zwar nach der Tumorentfernung die Darmabschnitte aneinander genäht, der Darm aber entleert sich über einen künstlichen Darmausgang, der vor die neu genähte Verbindung gelegt wird. Nach Abheilung, etwa nach drei bis sechs Monaten wird dann der künstliche Darmausgang wieder beseitigt. Der Dickdarm arbeitet dann wieder selbständig im Bauchinneren, zurück bleiben nur einige Narben.
Nachbehandlungen selten nötig
Anders als bei vielen anderen Krebsarten ist durch die Tumorentfernung der Krebs meist auch vollständig geheilt. Nachbehandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung sind oft nur dann nötig, wenn der Krebs bei der Entdeckung bereits sehr groß war und vielleicht sogar schon in die Lymphknoten, Nachbargewebe oder andere Organe eingewachsen ist. Nötig aber sind regelmäßige Kontrollen. Dazu gehört eine regelmäßige Darmspiegelung in den Monaten und Jahren nach der Erstbehandlung (die Abstände zwischen den Spiegelungen werden immer länger, wenn bei den Kontrollen keine neuen Krebszellen gefunden werden und je weiter die Krebsentdeckung zurück liegt). Weitere Kontrollen sind ein Ultraschall des gesamten Bauchraums, Blutuntersuchungen und unter Umständen auch ein CT des Bauchraumes.
Ohne Einschränkungen oder Verbote
Dem Dickdarm kommt im menschlichen Verdauungsprozess die wichtige Aufgabe zu, dem Nahrungsbrei Wasser zu entziehen. Erst dadurch leiden wir nicht ständig unter Durchfällen. Wichtige Nahrungsbausteine werden hier nicht mehr aufgenommen, diese Arbeit hat zuvor schon der Dünndarm erledigt. Deshalb kann sogar der komplette Dickdarm entfernt werden, ohne dass es zu bedrohlichen Mangelzuständen kommt. Wird nur ein Stück des ein bis anderthalb Meter langen Dickdarms entfernt, merkt der Betroffene später nichts. Nach einer Dickdarmteilentfernung dürfen die Betroffenen deshalb auch weiterhin alles essen und trinken, was ihnen schmeckt - allerdings am besten Nahrungsmittel, die für einen gesunden und aktiven Darm sorgen.
Gesunde Ernährung
Essen Sie wenig Schweine- und Rindfleisch, stattdessen dürfen es Geflügel, Seefisch oder Meeresfrüchte sein. Dazu reichlich Vitamine und Ballaststoffe durch Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Eine große Studie ergab, dass die Erhöhung der Ballaststoffzufuhr von 15 g auf 35 g täglich das Darmkrebsrisiko um 40 Prozent senkt. Diese meist unverdaulichen Nahrungsbestandteile beschleunigen die Darmpassage und verkürzen so die Einwirkzeit von Schadstoffen. Dagegen gibt es für die zusätzliche Einnahme von Vitamin- oder Mineraltabletten keine gesicherten positiven Auswirkungen.
Gesunder Lebensstil
Heißt: nicht rauchen, Übergewicht vermeiden, wenig Alkohol und vor allem sich viel bewegen. Wer vier- bis fünfmal pro Woche eine halbe Stunde Sport treibt, hat ein bis zu 50 Prozent geringeres Darmkrebsrisiko! Denn Sport regt die Darmtätigkeit an und stärkt die Immunabwehr, die so Krebszellen besser vernichten kann. Regelmäßiges Heilfasten sind Maßnahmen um dem Dickdarmkrebs wirkungsvoll zu begegnen.
Gehen Sie zur Vorsorge
Für Menschen mit normalem Risiko, also ohne Darmkrebs in der Familie, zahlen die Kassen im Alter von 50 bis 54 Jahren einmal jährlich einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl (so genannter Hämoccult-Test). Denn Polypen und Karzinome bluten häufiger als gesunde Darmschleimhaut, deshalb hofft man, dem Krebs so frühzeitig auf die Spur zu kommen. Ab dem 55. Lebensjahr kommen die Kassen für eine Koloskopie auf. Als Alternative bieten sie jedes zweite Jahr einen Hämoccult-Test.
Links im WWW
· PDF-Download mit Adressen von Darmspezialisten in Ihrer Nähe von der Aktion Hessen gegen Darmkrebs
· Ernährungstipps bei Darmkrebs vom deutschen Ernährungsberatungs- und -informationsnetzes DEBInet
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