Heilfasten für Körper, Geist und Seele
heilfasten
heilfasten
heilfasten
heilfasten
RSS  News abonnieren


DAS GEHEIMNIS DER SÜSSEN PFLANZE STEVIA

News | Heilfasteninstitut Fessler, Gäste aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Onlineshop >>

Die Guarani- Und Mato-Grosso-lndianer nann­ten sie „Caa-Hee" und schätzten die Steviapflanze als Süßungsmittel für Speisen und Tees aber auch als Heilmittel. Spanische Seefahrer lernten das Honigkraut im 16. Jahrhundert bei Eingeborenen Südamerikas kennen und gaben ihm den Namen „Yerba dulce". Heute wird dieses Süßkraut in großen Mengen für den südamerikanischen und japanischen Markt kultiviert. Japan importiert die Pflanze in riesigen Mengen, baut es aber auch seit ungefähr 50 Jah­ren selbst an. In vielen japanischen Produkten ist Stevia enthalten, da in diesem Teil der Welt künst­liche Süßstoffe verboten sind und Stevia daher einen idealen Ersatz bietet.


Herkunft
Die Heimat der Stevia rebaudiana Bertoni ist der untere Teil von Südamerika, also Argentinien, Chi­le, Uruguay, Bolivien, vor allem aber Paraguay und die angrenzenden Gebiete Brasiliens. Ursprüng­lich wächst diese mit Astern und Chrysanthemen verwandte Pflanze zwischen Zyperngras auf sau­rem sandig - tonhaltigem Boden des Hochlandes.

Zur Pflanze
In Japan, wo mittlerweile mehr als 50 Prozent des Süßungsmittelmarktes von Stevia-Produkten erobert wurde, steht Stevia als Pulver oder in Tablet­tenform in jedem Teehaus, Cafe und Restaurant als gesunde Alternative zum Zucker. Stevia wird in Japan bei der Herstellung von zuckerfreiem Kaugummi, Joghurt und Cola Light verwendet. In japanischen Läden findet man viele typische Gerichte mit Stevia, wie eingelegtes Gemüse, getrocknete Meeresfrüchte, Fisch­produkte, Gemüse, Fertigprodukte, in Sojasauce gekochte Meeresfrüch­te und viele weitere Produkte wie Zahnpasta und Mundwasser.

Süßer als erlaubt...
Stevia-Produkte sind auf dem eu­ropäischen Markt als Lebensmittel nicht zugelassen. In der Schweiz kann Stevia-Tee und Stevia-Pulver erworben werden, je­doch ohne Hinweis auf die Süßkraft. Die Stevia-Pflanze ist bei uns in ausgesuchten Reformhäusern erhältlich. Auch so manche Apotheke und Bioläden ver­treiben Steviapulver oder Extrakte daraus.

Sie hat viele Vorteile: Sie ist vollkom­men natürlich, hat eine viel stärkere Süßkraft als Zucker, ist bis zu 200° C hitzebeständig, fermentiert nicht, ist gesundheitlich nicht nur unbedenk­lich sondern weist vielfältige Heilwir­kungen auf und hat in ihrer Verwen­dung bei den indigenen Völkern eine lange Tradition.

Traditionelle Verwendung der Stevia-Pflanze
Hernändez, ein spanischer Arzt, be­richtete im 16. Jahrhundert über eine Stevia-Art im Sasco Gebiet von Me­xiko, die man bei Koliken einsetzte, indem man die Blätter und Blüten in Salzwasser kochte. Die zerdrückten Wurzeln nahm man mit Was­ser vermischt zur Fiebersenkung, bei Rückenschmerzen sowie bei Übelkeit. Zerkleinerte Stevia-Blätter und -Rinde, mit Wasser angesetzt, empfahl Hernändez als Auflage bei Infektionen, Rheuma und Entzün­dungen. Forscher machen heute die essentiellen Öle, das Vitamin C und das Chlorophyll für die antibakteri­elle und anti-rheumatische Wirkung der Pflanze verantwortlich. Weiters wurden die Blätter der Stevia-Pflan­ze bei Haarausfall verwendet, was wahrscheinlich mit der östrogen-ähnlichen Wirkung der Flavonoide zusammenhängt.
Noch heute wird das Nationalgetränk, der Mate-Tee, gerne mit Stevia ge­süßt. Stevia ermöglicht den Genuss von Süßem ohne Nebenwirkungen, sie wirkt sogar Zahnbelag und Karies entgegen.
Diese Mischung von Mate-Tee mit Stevia soll gegen Kopfschmerzen helfen, energiespendend sein, Hals­schmerzen und Infektionen abheilen. Man nimmt die Stevia aber auch als Tonikum. um mental wach zu blei­ben, die Verdauung zu fördern, den Blutdruck zu harmonisieren sowie die Müdigkeit zu bekämpfen. Urein­wohner von Paraguay sollen kleine Kapseln, gefüllt mit Stevia-Blätter, als Hilfe bei körperlicher und emoti­onaler Erschöpfung hergestellt und verwendet haben. Stevia wird bei Verstopfung und Blähungen genom­men, bei Übergewicht, bei zu viel Magensäure, bei Pilzbefall und bei zu viel Harnsäure.
Die Südamerikaner verwenden die Stevia, um die Leber, die Bauchspei­cheldrüse und die Wirbelsäule (durch das in der Stevia enthaltene Mangan, das die Knorpelbildung fördert) zu stärken. In Brasilien und Paraguay gibt es Stevia-Präparate, die als Me­dizin für Diabetiker verschrieben und verkauft werden. In Privathäusern und ländlichen Krankenhäusern in Paraguay wird ein stark gebrühter Tee aus Stevia-Blättern als Medi­zin gegen hohen Blutzuckerspiegel verabreicht.
Die Indianer nannten die Stevia eine „Medizin der Frauen" und setzten sie als Schmerzmittel bei Menstru­ationsbeschwerden und auch bei Wechseljahrsbeschwerden ein. Ver­mutlich spielen der Magnesiumgehalt (entkrampfend) und die Flavonoide eine Rolle. In der Schwangerschaft sollte sie jedoch nur in geringen Mengen verwendet werden. Sie wurde von den Indianern ob ihrer   schwangerschafts-verhütenden Wirkung geschätzt.

Äußerlich nahmen die süd­amerikanischen Indianer Stevia seit alters her als Wundheilmittel, weiters ge­gen Ekzeme, Akne, Schup­penflechte und andere Haut­probleme.  Vermutlich  sind für die Wirkung bei Haut­problemen die Enzyme und das Chlorophyll der Blätter verantwortlich. Das Honigblatt  findet auch  in der Kosme­tik ihre   traditionelle Verwendung. Eine Mischung aus Stevia-Blättern, Chrysanthe­menblättern und Ton bzw. Heilerde soll bei Sonnenflecken hel­fen, Faltenbildung verhindern und den Schmerz von Insek­tenstichen mildern. Generell kann man sa­gen, dass Stevia von den Indianern Südameri­kas seit langem verwen­det wird, um Speisen zu süßen,  die Gesundheit zu fördern, das Immun­system zu  stärken,  die körperlichen Funktionen in Harmonie zu bringen und sie in einem gesunden Gleichgewicht zu halten.

Das Erbe der alten Völker
Die Guarani-lndianer haben ein immenses Wissen über Heilpflan­zen gesammelt. Es ist zu hoffen, dass noch genügend Zeit bleibt, um dieses Wissen aufzuzeichnen und zu nutzen, bevor es verloren gegangen ist oder die Heilpflanzen ausgestor­ben sind. Vielleicht ist es uns mög­lich, über das Wissen anderer Völker zum alten Wissen unserer eigenen Kultur zu finden.

Autor: Maria Etzer
Erschienen in der Ausgabe 10/2009 unter allerlei
In der österreichischen Zeitung für die Gartenpraxis
Die Zeitung heißt „KLEINGÄRTNER“

Wir führen

Das braune Stevia Liquid aus Uruguay
Braune Stevia mit Vanillegeschmack aus Uruguay
Das weiße Stevia Liquid aus Paraguay
Süsserli eine Mischung aus Honig Stevia Rum, Zimt und Vanille

 

zurück